Der Mond
Am 3. steht der abnehmende Halbmond (Phase des letzten Viertels) im Sternbild „Widder“. Die nun immer schmaler werdende Sichel verschwindet schließlich in der Neumondnacht am 10. vom Firmament. Sie kehrt in den darauffolgenden Tagen an den westlichen Abendhimmel zurück. Bis zum 16. rundet sie sich zum zunehmenden Halbmond (Phase des ersten Viertels) und steht dann in der „Waage“. Mit größter Helligkeit erstrahlt unser Erdtrabant in der Vollmondnacht am 24. im „Steinbock“. Danach schrumpft die Leuchtgestalt des Mondes wieder. Sie hat sich zum Monatsende fast in den abnehmenden Halbmond zurückverwandelt.
Die Planeten
Der Planet Merkur ist durch seine Sonnennähe in diesem Monat nicht mit bloßem Auge zu erspähen.
Die Venus, unser Nachbarplanet im inneren Sonnensystem, bewegt sich als „Abendstern“ durch die „Jungfrau“. Sie zieht sich allerdings vom Abendhimmel zurück und versinkt immer früher unter den Horizont, am Monatsersten um 22.33 Uhr, am Monatsletzten bereits um 21.08 Uhr. Als hellstes Objekt am Nachthimmel – nach dem Vollmond – ist sie nicht zu übersehen.
Am 13. treffen sich abends gegen 21.30 Uhr die drei Planeten (von Ost nach West angeordnet) Mars, Venus und Saturn am Westhorizont in der „Jungfrau“. Sie werden dabei östlich von der zunehmenden Sichel des Mondes begleitet. Allerdings sind Mars und Saturn nur im Fernglas zu erkennen.
Auch der Mars, unser Nachbarplanet im äußeren Sonnensystem, ist abends am Firmament zu sichten. Er steht in der „Jungfrau“ und zieht sich wie die Venus langsam vom Abendhimmel zurück. Er taucht am 1. gegen 22.48 Uhr, am 31. gegen 21.22 Uhr unter den Horizont.
Jupiter, der größte Planet des Sonnensystems mit dem 11-fachen Erddurchmesser, ist in den „Fischen“ nicht zu verfehlen. Nach dem Vollmond und der Venus ist er das dritthellste Nachtobjekt. In diesem Monat ist er fast die ganze Nacht über zu beobachten, er schiebt sich am Monatsersten gegen 22.49 Uhr über den Horizont, am Monatsletzten gegen 20.48 Uhr.
Saturn steht in der „Jungfrau“ und ist nur in der ersten Monatshälfte zu erspähen. Er geht am 1. gegen 22.57 Uhr unter, am 15. gegen 22.04 Uhr, danach verschwindet er für das bloße Auge vom Firmament.
Die Fixsterne
Es ist wieder soweit: In den Nächten zwischen dem 10. und 14. August findet erneut das größte Sternschnuppenfeuerwerk des Jahres statt! Bis zu 100 Meteore pro Stunde werden in der besten Beobachtungszeit, nämlich in der Nacht vom 11. auf den 12. August zwischen 22.00 Uhr und 4.00 Uhr erwartet. Die Sternschnuppen, Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle, scheinen vom Sternbild „Perseus“ auszugehen, daher werden sie auch Perseiden genannt. Der Volksmund kennt diesen prächtigen Sternschnuppenstrom auch als „Laurentiustränen“, benannt nach dem Märtyrer Sankt Laurentius (gest. 258 n.Chr.).
Sollten Sie seit den „einschlägigen“ Science-Fiction-Filmen „Armageddon“ und „Deep Impact“ aus dem Hollywood der Neunziger über das Risiko eines gefährlichen Meteoriteneinschlags durch die Perseiden nachgrübeln: Die meisten Perseidenmeteore bestehen aus sandkorngroßen Fragmenten, die in einer prächtigen Leuchtspur bei einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde(!) völlig harmlos in der Erdatmosphäre verglühen.
Der Sternhimmel im August wird weiter vom Sommerdreieck beherrscht, einer leicht zu erkennenden Figur aus den hellen Sternen Wega in der „Leier“, Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“. Die weiße Wega ist „nur“ 25 Lichtjahre entfernt und seit der Infrarot-Satellit IRAS erstmals einen Ring kühler Materie um Wega entdeckte, wird dort ein Planetensystem im Geburtsstadium vermutet.
Der „Schwan“ fliegt ebenso wie der „Adler“ mitten durch die Milchstraße. Schon mit einem kleinen Fernglas offenbaren sich in dieser Region Tausende von Lichtpünktchen, die Sonnen wie die unsere sind. Dieses matte Band ist unsere Heimatgalaxis, ein gigantisches diskusförmiges Sternsystem aus Milliarden von Sonnen, das wir von der Kante sehen. Auch unsere Sonne zählt dazu. Die Milchstraße gehört nicht zu den größten Galaxien, die wir kennen, dennoch sind ihre Maße beeindruckend: Der Durchmesser unserer Galaxis beträgt etwa 100.000 Lichtjahre, ihre Dicke „nur“ 16.000 Lichtjahre. Ihre rund 200 Milliarden Sterne vollführen in 250 Millionen Jahren eine Drehung um das Zentrum unserer Galaxis, von dem die Sonne etwa 33.000 Lichtjahre entfernt ist.
Richtige Sternenpuzzles stellen die drei Tierkreissternbilder „Schütze“, „Steinbock“ und „Wassermann“ dar. Durch die niedrige Lage am Horizont wird die Sichtbarkeit leider durch Luftunruhe und Horizontdunst beeinträchtigt. Im Westen kündigt die „Andromeda“ und das Quadrat des „Pegasus“, das mythische geflügelte Pferd, das Nahen des Herbstes an.
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