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Beobachtungsabende der Sternwarte:

02.10.2004

Riesenhantel im Weltall

LAUPHEIM (os/tf) – Nachdem es nun herbstlich und zusehends früher dunkel wird, bietet die Laupheimer Sternwarte wieder regelmäßig mittwochs und freitags ab 20 Uhr öffentliche Beobachtungsabende mit ihren Teleskopen an. Im Oktober wird dabei besonders der "Hantelnebel" ins Visier genommen. Einen ausführlichen Überblick über den herbstlichen Sternhimmel gibt Herbert Kiesle am Mittwoch, 6. Oktober, um 20.15 Uhr in einem Vortrag im Planetarium.


Klar muss der Himmel schon sein, damit die Teleskope der Laupheimer Astronomen ins All blicken können. Dann eröffnen sie aber tiefe Einblicke. Zum Beispiel bis zum "Hantelnebel", der so weit entfernt ist, dass sein Licht etwa 1200 Jahre bis zu uns unterwegs ist. Der französische Astronom Charles Messier hat das Objekt 1764 mit der Nummer 27 in seinen berühmten Katalog aufgenommen, weshalb es bis heute unter Astronomen auch als "M 27" bekannt ist.
Wer das Objekt im Sternbild Füchschen mit dem Teleskop betrachtet, erkennt leicht, dass die Form des Nebels an eine Hantel mit zwei Gewichten erinnert. Tatsächlich handelt es sich um einen alten Stern, der am Ende seines Lebens die äußeren Gashüllen in den Weltraum abgestoßen hat. Dies geschah vor rund 20.000 Jahren. Die kurios geformten Gaswolken, haben sich seither weiter ausgedehnt und mittlerweile eine Ausdehnung, die größer ist als unser ganzes Sonnensystem! Auch unsere Sonne wird in fünf Milliarden Jahren auf ähnliche Weise enden wie dieser Stern und könnte dann einem weit entfernten Beobachter ein ähnliches Bild liefern, wie wir es heute vom Hantelnebel beobachten können.
Während eines Beobachtungsabends in der Laupheimer Sternwarte werden stets mehrere Himmelsobjekte mit dem Teleskop anvisiert und erläutert. So kann man im Oktober neben dem Hantelnebel auch die bekannte Andromedagalaxie und andere Galaxien und Sternhaufen sehen.
Einen ausführlichen Überblick über den herbstlichen Sternhimmel kann man beim Vortrag von Herbert Kiesle am 6. Oktober bekommen. Unter dem künstlichen Sternhimmel des Sternentheaters erklärt er, wie man die typischen Herbststernbilder finden kann und welche interessanten Himmelsobjekte dort verborgen sind. Anschließend können die Besucher bei klarem Himmel natürlich auch den echten Sternhimmel mit dem Teleskop in Augenschein nehmen.


INFO:

Kartenreservierungen für den Vortrag am 6. Oktober unter Telefon 07392/91059. Die regelmäßigen öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte, für deren Besuch keine Reservierung notwendig ist, sind mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium im Parkweg 44. Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen.


Oliver Schmid/Thomas Freidank (os/tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Der Hantelnebel auf einem langbelichteten Foto. Beim direkten Blick durchs Teleskop sind die Farben nicht wahrnehmbar, aber die hantelförmige Grobstruktur läßt sich gut erkennen. Foto: ESO (Europäische Südsternwarte)
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Der Hantelnebel auf einem langbelichteten Foto. Beim direkten Blick durchs Teleskop sind die Farben nicht wahrnehmbar, aber die hantelförmige Grobstruktur läßt sich gut erkennen. Foto: ESO (Europäische Südsternwarte)