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Volkssternwarte Laupheim präsentiert:

11.02.2005

Humboldts Universum

LAUPHEIM (tf) – Fünfundzwanzig Jahre arbeitete Alexander von Humboldt bis ins hohe Alter am umfassendsten Werk seines Lebens, dem „Kosmos“. Oliver Lubrich, Humboldt-Experte und Mitherausgeber einer neuen Humboldt-Edition kommt am 24. Februar in das Laupheimer Kulturhaus um in einem Vortrag die fesselnden Beschreibungen des Naturforschers lebendig werden zu lassen.


Mit 65 Jahren hatte Alexander von Humboldt 1834 die Idee „alles was wir heute von den Erscheinungen der Himmelsräume und des Erdenlebens, von den Nebelsternen bis zur Geographie der Moose auf den Granitfelsen wissen, alles in einem Werk darzustellen“. Daran arbeitete er bis zu seinem Tod im Jahr 1859. Das Ergebnis ist keine trockene Enzyklopädie, sondern ein Werk, das „zugleich in lebendiger Sprache anregt und das Gemüt ergötzt“, wie Humboldt selbst schrieb. Die Schilderungen des Naturforschers sind bis heute lebendig und anschaulich, weil sie sich nicht in theoretischen Überlegungen erschöpfen, sondern das Ergebnis eigener Beobachtungen, Forschungen und Messungen auf einer Vielzahl von erlebnisreichen Expeditionen sind.
Oliver Lubrich hat Humboldts „Kosmos“ neu editiert und als Mitherausgeber im vergangenen Jahr auch die „Ansichten der Kordilleren und Monumente der eingeborenen Völker Amerikas“ erstmals überhaupt in deutscher Sprache verfügbar gemacht. Humboldt berichtet darin von seiner abenteuerlichen Reise nach Amerika und schildert nicht nur die Landschaften und Pflanzenwelt Lateinamerikas, sondern auch das kulturelle Erbe der Indianer. Er beschreibt Mythen, Rituale und Kalendersysteme der alten mittelamerikanischen Hochkulturen und erkennt als einer der ersten, dass diese Zivilisationen ebenso zum Erbe der Menschheit gehören, wie die der Ägypter, der Griechen oder der Römer.
Lubrich, der am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin unterrichtet, nimmt die Besucher in seinem Vortrag einerseits mit auf die packende Amerikareise des Naturforschers und stellt andererseits dessen faszinierende Einsichten über den gesamten Kosmos vor. Das Augenmerk gilt dabei ebenso der literarischen wie der wissenschaftlichen und politischen Dimension des Werks.
Der Einblick in die Welt des vielleicht berühmtesten Deutschen findet im Rahmen einer Vortragsreihe der Volkssternwarte Laupheim statt, die damit Wissenschaft allgemeinverständlich und „aus erster Hand“ präsentieren möchte. Anlass ist das 30-jährige Bestehen der Laupheimer Sternwarte und der 15-jährige Betrieb des Planetariums.


INFO:

Der Vortrag beginnt am 24. Februar um 20 Uhr im Kulturhaus Schloss Großlaupheim. Karten können im Vorverkauf für 7 Euro über die Internetseite des Planetariums Laupheim unter „www.planetarium-laupheim.de“ oder telefonisch unter 07392/91059 vorbestellt werden. Vorverkauf außerdem im Planetarium und im Kulturhaus. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 9 Euro.


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Alexander von Humboldt war ein Universalgelehrter, dessen Blick den Sternen ebenso galt, wie Vulkanen oder den Mythen alter Völker. Fotomontage: Christian Stehle, Volkssternwarte Laupheim
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Alexander von Humboldt war ein Universalgelehrter, dessen Blick den Sternen ebenso galt, wie Vulkanen oder den Mythen alter Völker. Fotomontage: Christian Stehle, Volkssternwarte Laupheim


Oliver Lubrich läßt als ausgewiesener Humboldt-Experte die Welt des vielleicht bekanntesten Deutschen lebendig werden. Foto: Archiv Lubrich
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Oliver Lubrich läßt als ausgewiesener Humboldt-Experte die Welt des vielleicht bekanntesten Deutschen lebendig werden. Foto: Archiv Lubrich


Die packenden Schilderungen von den Expeditionen Alexander von Humboldts faszinieren Menschen in aller Welt bis heute. Foto: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
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Die packenden Schilderungen von den Expeditionen Alexander von Humboldts faszinieren Menschen in aller Welt bis heute. Foto: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg