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„Programmfeuerwerk“ im Planetarium:

10.04.2005

Kreuzfahrt zu den Planeten

LAUPHEIM (tf) – Ab Mittwoch, 13. April, verwandelt sich die Sternenkuppel des Laupheimer Planetariums in den Raumkreuzer „Copernicus“ und nimmt die Besucher mit auf eine Reise quer durch das Sonnensystem. Das Programm "Planetenwelten" läuft im Rahmen des „Programmfeuerwerks“ zum 15-jährigen Jubiläum. Der faszinierende Streifzug zu den verschiedenen Planeten zeigt, welch unterschiedliche Welten in unserer nächsten kosmischen Nachbarschaft zu bestaunen sind.


Dass sich nahe der Sonne glühend heiße Planeten finden, während fern des Zentralgestirns Eiswelten kreisen, hätte sich der Laie noch denken können. Doch schon die beiden sonnennächsten Planeten Merkur und Venus sind feurige, aber völlig verschiedene Welten. Merkur ist ohne Lufthülle und hat eine nüchterne Kraterlandschaft, ähnlich unserem Mond. Der liebliche Anblick der Venus, die mit ihren weißen Wolken an die Erde erinnert, trügt hingegen: die Atmosphäre entpuppt sich als tödliche Waschküche mit Schwefelsäureregen und einem Druck von 90 bar. Auf unserem Nachbarplaneten Mars kann man es gerade noch aushalten. Sommertemperaturen bis zu 20 Grad hören sich nicht schlecht an - die Sommer-Nachtfröste mit minus 80 Grad jagen aber jedem Planetenurlauber Schauer über den Rücken. Bei der Landung der "Copernicus" auf dem Roten Planeten erleben die weltraumreisenden Planetariumsbesucher eine faszinierende, aber etwas einseitige Landschaft: Wüstensand und Steine so weit das Auge reicht.
Jenseits des Mars ist das Zwergenreich des Sonnensystems: der Planetoidengürtel. Kleinplaneten mit meist nur wenigen Kilometern Durchmesser schwirren hier zu tausenden umher. Bei näherer Betrachtung aus dem "Raumschiff Copernicus" sehen sie aus wie Kartoffeln, die jemand im Weltall verloren hat.
Nachdem die Weltraumkreuzfahrer die kosmischen Knollenfrüchte hinter sich gelassen haben, treten sie in die bizarre Welt der riesigen Gaskugeln Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun ein. Bunte Wolkenmuster, filigrane Ringe, aber keine feste Planetenoberfläche, auf der das Raumschiff landen könnte. Man weicht auf Monde aus und findet Eiswelten, die jede Gefriertruhe als Schmelzofen erscheinen lassen. Doch die Schöpfung liebt Überraschungen. Mitten unter den kosmischen Eiskugeln findet sich eine flambierte Variante: der Jupitermond Io, gelb mit Schwefel überzogen und mit Vulkanen übersät.
Am Rande des Sonnensystems, beim Planeten Pluto, endet schließlich die Reise. Hier, fast sechs Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, sorgt das Zentralgestirn für erfrischende Temperaturen von gerade einmal minus 230 Grad. Wie schön, dass man sich nach der erlebnisreichen Reise mit dem "Planetariumsraumschiff" auf der milden Erde wiederfindet!


INFO:

Die Sternenshow „Planetenwelten“ ist vom 13. April bis 22. Mai zu sehen. Vorführungen sind mittwochs und freitags um 19 und 20.15 Uhr, samstags um 20.15 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 14.30 und 16 Uhr. Karten können unter der Nummer 07392/91059 telefonisch vorbestellt werden. Nähere Informationen zum Planetarium lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen.


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Zum Ringplaneten Saturn und den anderen Planeten des Sonnensystems fliegt das Planetariumsraumschiff. Fotomontage: Christian Stehle, Planetarium Laupheim
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Zum Ringplaneten Saturn und den anderen Planeten des Sonnensystems fliegt das "Planetariumsraumschiff". Fotomontage: Christian Stehle, Planetarium Laupheim


Eine Rundreise zu den neun Planeten unseres Sonnensystems bietet das neue Planetariumsprogramm in Laupheim. Fotomontage: NASA / Planetarium Laupheim
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Eine Rundreise zu den neun Planeten unseres Sonnensystems bietet das neue Planetariumsprogramm in Laupheim. Fotomontage: NASA / Planetarium Laupheim