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Beobachtungsabende im Dezember:

28.11.2005

Winterliches Sechseck

LAUPHEIM (tf) – Bei ihren öffentlichen Beobachtungsabenden im Dezember erläutert die Laupheimer Sternwarte mittwochs und freitags ab 20 Uhr das „Wintersechseck“. Diese charakteristische Sternformation umfasst beeindruckende Riesensterne und Sonnen aus der kosmischen Nachbarschaft. Die Astronomen erklären auch, wie man sich mit Hilfe des Wintersechsecks am Wintersternhimmel orientieren kann.


Das winterliche Firmament ist bekannt für seine markanten Sternbilder mit einer Vielzahl von hellen Sternen. Damit man sich darin besser zurecht finden kann, fassen Astronomen einige der auffallendsten Sonnen sternbildübergreifend zum sogenannten „Wintersechseck“ zusammen.
Zwei davon sind kosmische Nachbarn: Sirius ist 8,7 und Prokyon 11 Lichtjahre von uns entfernt. Sirius, der Hauptstern des Sternbilds Großer Hund ist der hellste Stern am Firmament überhaupt. Obwohl er recht dicht am südöstlichen Horizont steht, ist er kaum zu übersehen. Der nächste auffällig helle Stern in Richtung Osten ist Prokyon im Kleinen Hund.
Die anderen Sterne im winterlichen Sechseck sind deutlich weiter entfernt: Pollux in den Zwillingen, 35 Lichtjahre, Kapella im Fuhrmann, 45 Lichtjahre, und Aldebaran im Stier, 65 Lichtjahre. Alle drei sind Riesensterne, welche die Leuchtkraft der Sonne um ein Vielfaches übertreffen und daher trotz ihrer Entfernung so auffällig am Nachthimmel strahlen. Einen besonders reizvollen Anblick bietet Aldebaran, das „Auge“ des Stiers. Der rötliche Stern scheint in den bekannten offenen Sternhaufen Hyaden eingebettet zu sein. Tatsächlich gehört Aldebaran nicht zu den Hyaden, die etwa doppelt so weit entfernt sind, sondern steht nur zufällig im Vordergrund.
Der noch verbleibende Eckstern stellt alle anderen in den Schatten. Rigel, der blauweiß strahlende Fußstern des Orion, ist einer der auffälligsten Sterne am Firmament, obwohl er mit 900 Lichtjahren sehr viel weiter entfernt ist als die anderen Sonnen des Wintersechsecks. Rigel ist ein Sterngigant, der die 60.000fache Leuchtkraft unserer Sonne hat.
Eingerahmt wird das Wintersechseck derzeit von zwei weiteren auffälligen Lichtpunkten: den Planeten Mars und Saturn, die bei den Beobachtungsabenden der Sternwarte ebenfalls mit dem Teleskop ins Visier genommen werden.


INFO:

Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1 (ehemals Parkweg 44). Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen.


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

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Das sternbildübergreifende Wintersechseck erleichtert die Orientierung am winterlichen Firmament. Grafik: Thomas Tuchan, Volkssternwarte Laupheim
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Das sternbildübergreifende Wintersechseck erleichtert die Orientierung am winterlichen Firmament. Grafik: Thomas Tuchan, Volkssternwarte Laupheim