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Beobachtungsabende im April:

01.04.2006

Die Jungfrau bringt den Frühling

LAUPHEIM (cm/tf) – Auch am nächtlichen Himmel verabschiedet sich der Winter und das bekannte Frühlingssternbild Jungfrau steht im April im Mittelpunkt der öffentlichen Beobachtungsabende in der Laupheimer Sternwarte. Am 5. April gibt Henri Ullrich bei einem Vortrag im Planetarium einen ausführlichen Überblick über den Frühjahrssternhimmel.


Wer mit den Teleskopen der Laupheimer Sternwarte auf nächtliche Entdeckungstour gehen möchte, muss sich beeilen: nur noch bis einschließlich 14. April werden die öffentlichen Beobachtungsabende angeboten. „Danach dauert es zu lange, bis es dunkel wird“, begründet Henri Ullrich von der Laupheimer Sternwarte die Beobachtungspause bis zum Herbst. In der verbleibenden Zeit werden die Teleskope vor allem auf die Jungfrau gerichtet. Sie gilt, neben Bootes und dem Löwen, als typisches Frühlingssternbild. Während Bootes und Löwe jedoch charakteristische Formen haben, die auch für Laien gut erkennbar sind, kann man bei der Suche nach der Jungfrau einige Mühe haben. Zwar leuchtet ihr Hauptstern „Spika“ am Abendhimmel unübersehbar im Südosten, aber die anderen Sterne dieser Formation sind eher unscheinbar. „In der Sternwarte können wir einen Trick zeigen, wie man das Sternbild dennoch finden kann“, verspricht Ullrich.
Auf alten Sternkarten ist die Jungfrau meist als eine geflügelte, engelsähnliche Frauengestalt illustriert, die eine Kornähre in der Hand hält. Die Ähre wird stets durch den hellen Stern „Spika“ markiert. Als Tierkreissternbild bis heute eine der bekanntesten Sternformationen, ist die Jungfrau seit Urzeiten bei allen Ackerbau treibenden Völkern mit der großen „Urmutter“ verknüpft, die Fruchtbarkeit und Ackerbau symbolisiert. Im Lauf der Jahrtausende wurde sie in unterschiedlichen Kulturen mit verschiedenen mythologischen Figuren und Göttinnen in Verbindung gebracht. So sieht eine griechische Geschichte in der Jungfrau Persephone, die Tochter von Zeus und Demeter, die nur während der warmen Jahreszeit auf der Erdoberfläche verweilen darf, während sie den Winter bei Hades in der Unterwelt verbringen muss.
Für die Fernrohrbeobachtungen in der Sternwarte ist das Sternbild interessant, weil sich dort eine bemerkenswerte Ansammlung von Galaxien befindet, die man mit dem Teleskop „erjagen“ kann.
Einen ausführlichen Überblick über den Frühlingssternhimmel gibt Henri Ullrich am Mittwoch, 5. April, ab 20.15 Uhr in einem Vortrag im Planetarium. Bei gutem Wetter kann man anschließend den Himmel „live“ in der Sternwarte erkunden.


INFO:

Platzreservierung für den Vortrag ist unter Telefon 07392/91059 möglich. Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind bis 14. April mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1 (ehemals Parkweg 44). Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen.


Christoph Mayr / Thomas Freidank (cm/tf)

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Pressekontakt
Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Das Frühlingssternbild Jungfrau auf einer Sternkarte von Johannes Hevelius aus dem 17. Jahrhundert. Repro: Volkssternwarte Laupheim
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Das Frühlingssternbild Jungfrau auf einer Sternkarte von Johannes Hevelius aus dem 17. Jahrhundert. Repro: Volkssternwarte Laupheim