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Beobachtungsabende der Sternwarte:

04.12.2006

Himmlisches Sagenbuch

LAUPHEIM (tf) – Perseus und Andromeda sind Figuren einer klassischen griechischen Sage, der man im Dezember bei den öffentlichen Beobachtungabenden der Laupheimer Sternwarte nachspüren kann. Mit dem Teleskop werden darüber hinaus Objekte wie die Andromedagalaxie oder der doppelte Sternhaufen im Perseus anvisiert.


Im Dezember haben sich die Hauptdarsteller der griechischen Perseussage hoch über unseren Köpfen, nahe des Zenit, versammelt. Anlass für die Laupheimer Sternwarte, ihre Besucher auf einen unterhaltsamen Streifzug durch das Firmament einzuladen.
Ausgangspunkt dafür ist das Königspaar Kassiopeia und Kepheus. Kassiopeia ist als leicht verschobenes „W“ aus hellen Sternen gut zu erkennen. Aus etwas leuchtschwächeren Sternen setzt sich der in nördlicher Richtung benachbarte Kepheus zusammen. Kassiopeia war laut der Sage etwas zu sehr von ihrer eigenen Schönheit eingenommen und verärgerte damit den Meeresgott Poseidon. Dieser schickte in seiner Wut das Meeresungeheuer Cetus. Durch ein Orakel erfuhr Kepheus, dass er sein Reich nur retten könnte, wenn er seine Tochter opferte. So wurde die schöne Andromeda an einen Küstenfelsen gekettet. Am Sternhimmel ist Andromeda als Sternenkette südlich der Kassiopeia zu sehen. Auch Cetus nähert sich schon bedrohlich am südlichen Horizont.
Glücklicherweise ist auch Andromedas Retter nicht fern. Östlich von Andromeda steht Perseus, dessen hellste Sterne ein umgekipptes „Y“ bilden. Der Held näherte sich in letzter Sekunde auf dem geflügelten Pferd Pegasus, das am Himmel als großes Sternenquadrat westlich von Andromeda verewigt ist. Ganz uneigennützig handelte Perseus allerdings nicht. Er ließ sich Andromeda zur Frau versprechen, bevor er das Meeresungeheuer tötete und so Kepheus Reich rettete.
Bei den Beobachtungsabenden der Volkssternwarte Laupheim erfahren die Besucher, wie sie all die Figuren aus der Perseussage als Sternbilder am Firmament finden können. In diesem Himmelsareal gibt es auch eine Reihe interessanter Objekte, die mit dem Teleskop näher betrachtet werden können. Das bekannteste davon ist die Andromedagalaxie, eine imposante Spiralgalaxie die unserer Milchstraße ähnelt. Aber auch die eng beieinander stehenden „Sternfamilien“ h und chi Persei im Perseus bieten einen reizvollen Anblick.


INFO:

Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1 (ehemals Parkweg 44). Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen.


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Wie Juwelen im Schatzkästchen: die eng beieinander liegenden Sternfamilien h und chi Persei im Sternbild Perseus. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim
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Wie Juwelen im Schatzkästchen: die eng beieinander liegenden Sternfamilien h und chi Persei im Sternbild Perseus. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim


200 Milliarden Sterne - die Andromedagalaxie ist imposanter Nachbar und Ebenbild der Milchstraße. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim
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200 Milliarden Sterne - die Andromedagalaxie ist imposanter Nachbar und Ebenbild der Milchstraße. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim