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Neu im Planetarium:

12.05.2008

Kollisionskurs: Erde

LAUPHEIM (tf) – Das Thema ist aus dem Kino und der Boulevardpresse nicht wegzudenken: ein Himmelskörper rast auf die Erde zu und bedroht die Menschheit. Wie realistisch solche Szenarien sind und wie groß die Gefahr für unseren Planeten tatsächlich ist, zeigt das Laupheimer Planetarium in seinem neuen Programm „Kollisionskurs: Erde“ ab 18. Mai.


Immerhin, es hat sie gegeben, die gigantischen Einschläge aus dem All: Krater, wie ganz in der Nähe das Nördlinger Ries und das Steinheimer Becken, zeugen rund um den Globus davon. Auch das Ende der Dinosaurier wird immer wieder mit einer kosmischen Kollision in Verbindung gebracht. Doch das alles ist vor Jahrmillionen geschehen. „Wir stellen die Frage, wie groß die Gefahr heute noch ist“, sagt Programmautor Rolf Stökler vom Laupheimer Planetarium. Dazu blicken die Besucher des Sternentheaters auch in die Entstehungszeit unseres Sonnensystems, erfahren, wo Kleinplaneten und Kometen beheimatet sind und wie sie dem blauen Planeten in die Quere kommen können.
Sollte dies geschehen, wären die Folgen wenig erbaulich, wie das Planetarium anschaulich macht. Sie schwanken, je nach Art und Größe des außerirdischen Unfallgegners, zwischen regionaler und weltweiter Katastrophe. Doch wie wahrscheinlich ist nun heutzutage ein kosmischer Einschlag auf der Erde? Einen Hinweis liefert eine gewaltige Explosion, die vor 100 Jahren in Sibirien tausende Quadratkilometer Wald verwüstete. Noch in über 500 Kilometer Entfernung waren Lichtschein, Donner und Druckwelle wahrnehmbar. „Ein Kometen- oder Meteoritenfall wurden immer wieder als Ursache vermutet“, berichtet Stökler. Allerdings sei nie ein Überrest eines Himmelskörpers gefunden worden.
Einen anderen Beweis, dass die Erde in überschaubaren Zeiträumen nähere kosmische Bekanntschaften machen könnte, liefert der Kleinplanet Apophis. Er wird 2029 im Abstand von 30.000 Kilometern - nach astronomischen Maßstäben „haarscharf“ - an der Erde vorüber fliegen. Übereifrige Boulevardblätter hatten, bevor die Bahn des Kleinplaneten genau berechnet war, schon den Weltuntergang terminiert. Tatsächlich wird es bei einem „Wink mit dem Zaunpfahl“ bleiben. „Doch Apophis und andere Himmelskörper werden uns auch danach immer wieder gefährlich nahe kommen“ prognostiziert Stökler. Im Planetariumsprogramm wird allerdings die Chance, dass sich die Menschheit selbst ein Ende setzt, wesentlich höher angesetzt, als die Gefahr aus dem All.


INFO:

Die Sternenshow „Kollisionskurs: Erde“ ist vom 18. Mai bis 3. September zu sehen. Vorführungen sind mittwochs und freitags um 19 und 20.15 Uhr, samstags um 20.15 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 14.30 und 16 Uhr. Weitere Termine im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ und nach Vereinbarung. Karten können unter der Nummer 07392/91059 telefonisch vorbestellt werden.


Thomas Freidank (tf)

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Droht der Erde Gefahr aus dem All? Das Laupheimer Planetarium untersucht diese Frage in seiner neuen „Sternenshow“. Grafik: Don Davis/NASA
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Droht der Erde Gefahr aus dem All? Das Laupheimer Planetarium untersucht diese Frage in seiner neuen „Sternenshow“. Grafik: Don Davis/NASA


Mit Raumsonden untersuchen Forscher Kometen und Kleinplaneten, um die Himmelskörper und eventuelle Gefahren für die Erde besser kennen zu lernen. Grafik: ESA
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Mit Raumsonden untersuchen Forscher Kometen und Kleinplaneten, um die Himmelskörper und eventuelle Gefahren für die Erde besser kennen zu lernen. Grafik: ESA