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Neu im Planetarium

15.02.2009

Weltbilder der Astronomie

LAUPHEIM (tf) – Wie sich unser Bild vom Kosmos in den vergangenen zwei Jahrtausenden gewandelt hat, zeigt die neue Planetariumsshow „Weltbilder der Astronomie“. Sie ist ab 22. Februar im Laupheimer „Sternentheater“ zu sehen, begleitet von einer Ausstellung der Munderkinger Malerin Hannelore Drost-Irion.


Das Höhlengleichnis des griechischen Philosophen Platon inspirierte Programmautor Henri Ullrich zur neuen „Sternenshow“ des Planetariums. „Platon wollte damit erklären, wie beschränkt unsere Alltagswahrnehmung ist“, erklärt Ullrich. In den zweieinhalb Jahrtausenden, die seither vergangen sind, hat sich unsere Vorstellung vom Universum  mehrfach dramatisch geändert. Auf diese Reise durch die Zeiten möchte das Planetarium seine Besucher mitnehmen. Erstmals kommt dafür ein neues Videoprojektionssystem zum Einsatz. Dieses erlaubt die Darstellung bewegter Bilder über einen Winkel von bis zu 200 Grad. „Damit können wir unsere Besucher noch besser in andere Welten versetzen“, schwärmt Ullrich von der neuen Technik, für welche die Astronomen einen Spezialspiegel aus Australien besorgten.
Inhaltlich beginnt die Sternenshow in der Antike, in der das geozentrische Weltbild sehr stark der menschlichen Alltagswahrnehmung entsprach. „Dabei sitzt die Erde im Zentrum des Universums und alle Himmelskörper kreisen um sie“, erläutert Ullrich. Bis heute spricht man von der Kopernikanischen „Wende“ oder gar „Revolution“, in Erinnerung an den Astronomen Nikolaus Kopernikus. Der warf Ende des 16. Jahrhunderts die Erde aus dem Zentrum des Kosmos. Nach seinem Weltbild wird die Sonne von der Erde umkreist. „Beobachtungen mit dem damals neuerfundenen Teleskop und wissenschaftliche Arbeiten durch Newton und andere Forscher untermauerten die neue Weltsicht“, beschreibt Ullrich die weitere Entwicklung, die in der Planetariumsshow aufgezeigt wird.
Im 20. Jahrhundert wurde dann die Tür in die Tiefen des Universums weit aufgestoßen. Die Beobachtungen von Edwin Hubble stellten klar: unsere Milchstraße mit ihren Milliarden von Sternen ist nur eine von Milliarden Welteninseln in einem gigantischen Kosmos. Die genaue Beobachtung dieser Galaxien legte den Grundstein für eine neue revolutionäre Theorie: In einem „Urknall“ soll das gesamte Universum entstanden sein. „Heute versuchen die Forscher, den Geheimnissen dieses Schöpfungsakts auf die Spur zu kommen“, so Ullrich.
Damit haben sie sich weit von der Alltagswahrnehmung entfernt. Am Ende jedoch muss das Planetarium offen lassen, ob es uns tatsächlich gelingt, „Platons Höhle“ zu verlassen oder ob wir nach wie vor in unserer Wahrnehmung gefangen bleiben.
Begleitend zum neuen Programm ist im Foyer des Planetariums die Ausstellung „Sternenstaub“ mit Bildern von Hannelore Drost-Irion zu sehen. Die Munderkinger Künstlerin ließ sich dafür durch die vielfältige Farbgebung astronomischer Naturformen  inspirieren.


INFO:

Wegen der Programmumstellung bleibt das Planetarium vom 19. bis 21. Februar geschlossen. Die Sternenshow „Weltbilder der Astronomie“ ist vom 22. Februar bis 6. Mai zu sehen. Vorführungen sind mittwochs und freitags um 19 und 20.15 Uhr, samstags um 20.15 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 14.30 und 16 Uhr. Weitere Termine im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ und nach Vereinbarung. Karten können unter der Nummer 07392/91059 telefonisch vorbestellt werden.


Thomas Freidank (tf)

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Pressekontakt
Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Wie sich unser Weltbild in den vergangenen Jahrtausenden verändert hat, zeigt das neue Programm des Planetariums. Fotomontage: Bischof/Freidank, Planetarium Laupheim
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Wie sich unser Weltbild in den vergangenen Jahrtausenden verändert hat, zeigt das neue Programm des Planetariums. Fotomontage: Bischof/Freidank, Planetarium Laupheim


Der gesamte Kosmos entsteht aus einem „Urknall“: Heute untersuchen Forscher die Geheimnisse dieser Weltvorstellung. Fotomontage: Miller/Kiesle/Freidank, Planetarium Laupheim
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Der gesamte Kosmos entsteht aus einem „Urknall“: Heute untersuchen Forscher die Geheimnisse dieser Weltvorstellung. Fotomontage: Miller/Kiesle/Freidank, Planetarium Laupheim


Begleitend zum neuen Programm ist im Foyer des Planetariums die Ausstellung „Sternenstaub“ mit Bildern von Hannelore Drost-Irion zu sehen. Foto: Archiv Drost
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Begleitend zum neuen Programm ist im Foyer des Planetariums die Ausstellung „Sternenstaub“ mit Bildern von Hannelore Drost-Irion zu sehen. Foto: Archiv Drost