Pressemitteilung <-- zurück

Beobachtungsabende im Februar

31.01.2010

Kosmische Kinderstube

LAUPHEIM (sf) – Bei den öffentlichen Beobachtungsabenden der Laupheimer Sternwarte kann man im Februar erfahren, wie und wo Sterne geboren werden. Die Teleskope nehmen eines der aktivsten Sternentstehungsgebiete des Universums ins Visier: den Orionnebel, inmitten des prächtigsten Wintersternbilds „Orion“.


Eine gewaltige Wolke aus Gas und Staub, so präsentiert sich der Orionnebel seinem Betrachter. Doch eines lässt sich beim Blick durchs Teleskop der Sternwarte nur erahnen: Der Nebel ist äußerst lebendig. „Beim Orionnebel, handelt es sich um eines der aktivsten Sternentstehungsgebiete überhaupt“, erläutert Henri Ullrich von der Volkssternwarte Laupheim. 1400 Lichtjahre von uns entfernt werden hier ständig neue Sterne und sogar ganze Planetensysteme geboren. Und das auf gewaltigem Raum. Eine halbe Million Jahre würden unsere schnellsten Raketen brauchen, um den Orionnebel zu durchqueren. Aufgrund dieser gewaltigen Ausdehnung und seiner relativen Nähe ist „M 42“, wie ihn   Astronomen nennen, ein beliebtes Beobachtungsobjekt. „Schon mit dem Fernglas ist der Orionnebel knapp unter den drei Gürtelsternen des Sternbilds Orion gut zu sehen“, weiß Henri Ullrich. Wie man M 42 am Winterhimmel selbst finden kann, erklärt Ullrich den Besuchern während der Beobachtungsabende.
Von Nicolas Claude Fabri de Peiresc ist die erste Erwähnung des Orionnebels aus dem Jahr 1610 überliefert. Manche Forscher vermuten allerdings, dass Astronomen ihn schon früher beobachteten, da er bereits mit bloßem Auge erahnt werden kann. Andere spekulieren, dass die Helligkeit des Objekts im 17. Jahrundert zugenommen haben könnte.
Tatsächlich gefunden haben Wissenschaftler dort jedoch alle Zutaten für eine biologische Evolution: Es entstehen neue Planetensysteme und in der Materie des Nebels konnten sogar organische Moleküle, die Bausteine des Lebens, nachgewiesen werden. Wer den Orionnebel in der Sternwarte ins Visier nimmt, dem bietet sich also nicht nur ein überwältigender optischer Anblick. Viel mehr wird er Zeuge der Geburt neuer Welten.


INFO:

Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1 (ehemals Parkweg 44).


Sophie Freidank

<-- zurück


RSS-Feed
Mitteilungen als RSS-Feed


Pressekontakt
Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


Info

Diesen Artikel als TXT

Nutzungsbedingungen


Mitten im prächtigen Wintersternbild Orion ist eine beeindruckende Geburtsstätte neuer Welten zu sehen: der Orionnebel. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim
Download jpg-Datei:
1100x779px (429kB)

Mitten im prächtigen Wintersternbild Orion ist eine beeindruckende Geburtsstätte neuer Welten zu sehen: der Orionnebel. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim


Beim Blick durchs Teleskop zum Orionnebel kann man ein fasznierendes Himmelsobjekt „live“ erleben. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim
Download jpg-Datei:
1100x822px (431kB)

Beim Blick durchs Teleskop zum Orionnebel kann man ein fasznierendes Himmelsobjekt „live“ erleben. Foto: Manfred Konrad, Volkssternwarte Laupheim