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Beobachtungsabende der Sternwarte

25.02.2010

Am Himmel wirds Frühling

LAUPHEIM (tf) – Auch am Sternhimmel verabschiedet sich die kalte Jahreszeit: Bei den öffentlichen Beobachtungsabenden der Laupheimer Sternwarte kann man sich im März das „Frühlingsdreieck“ zeigen lassen und beeindruckende „Welteninseln“ sowie den Planeten Saturn mit dem Teleskop ins Visier nehmen.


„Das Frühlingsdreieck werden Sie in keiner Sternkarte finden“, erklärt Henri Ullrich oft verblüfften Besuchern in der Laupheimer Sternwarte. Denn die Sternformation ist gar kein offizielles Sternbild. Ähnlich dem Sommerdreieck oder dem Wintersechseck, haben  Astronomen beim Frühlingsdreieck die hellsten Sterne verschiedener Sternbilder zu einer Orientierungshilfe im vermeintlichen Gewirr des Firmaments zusammengefasst. „Beim Frühlingsdreieck sind es die hellsten Sonnen der Sternbilder Bärenhüter, Jungfrau und Löwe“, klärt Ullrich auf.
Besonders beeindruckend ist für den Beobachtungsleiter des Observatoriums „Arktur“, der Hauptstern des Sternbilds Bärenhüter. Er ist der hellste Stern des Frühlingsdreiecks: Ein Gigant, der den 21-fachen Umfang unserer Sonne besitzt und 100 Mal heller strahlt als diese. „Nach Sirius ist der rötlich strahlende Arktur der zweithellste Stern der nördlichen Hemisphäre“, so Ullrich.
Südlich von Arktur leuchtet Spika, der nächste Stern des Frühlingsdreiecks. Spika symbolisiert eine Kornähre, welche die Jungfrau als Fruchtbarkeitssymbol in der Hand hält. Den Besuchern der Sternwarte wird erläutert, wie sie das bekannte Sternbild überhaupt finden können. Denn das größte der Tierkreissternbilder hat - abgesehen von Spika - keine markanten Sterne, so dass es nicht leicht zu erkennen ist.
Eine einprägsame Figur ist hingegen der Löwe, dessen Hauptstern Regulus das dritte Eck des Frühlingsdreiecks bildet. „Regulus“ bedeutet „kleiner König“, denn er zählte in Mesopotamien zu den vier Königssternen und markierte vor fünf Jahrtausenden die Sommersonnenwende.
Im Himmelsareal des Frühlingsdreiecks findet man eine Vielzahl von Galaxien, die man mit dem Teleskop der Sternwarte beobachten kann. „Diese Welteninseln umfassen Milliarden von Sonnen und sind die größten Objekte im Universum“, weiß Ullrich. Auch im eigenen Sonnensystem können die Besucher optisch spazieren gehen: im März ist besonders der Ringplanet Saturn gut zu sehen - inmitten des Frühlingsdreiecks.


INFO:

Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1.


Thomas Freidank

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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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Spiralgalaxien finden sich im Frühlingsdreieck besonders häufig. Diese trägt die astronomische Bezeichnung „NGC 3370“ und leuchtet im Sternbild Löwe. Foto: NASA
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Spiralgalaxien finden sich im Frühlingsdreieck besonders häufig. Diese trägt die astronomische Bezeichnung „NGC 3370“ und leuchtet im Sternbild Löwe. Foto: NASA