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Spektakuläres Himmelsfoto:

27.02.2004

"Laupheim" in Laupheim fotografiert

LAUPHEIM (tf) - Der Volkssternwarte Laupheim gelang erstmals ein Foto des nach ihr benannten Kleinplaneten "7167 Laupheim". Rafael Lang und Thomas Tuchan konnten den nur 10 Kilometer großen und 350 Millionen Kilometer entfernten Himmelskörper mit einer digitalen Kamera erfassen. Die Bilder wurden am 20. Februar aufgenommen und nach gründlicher Auswertung und Überprüfung am Freitag veröffentlicht.


Hochbetrieb herrschte am Abend des 20. Februar in der Laupheimer Sternwarte. Während sich im öffentlichen Teil Besucher die Schönheit des winterlichen Firmaments näherbringen ließen, richteten Rafael Lang und Thomas Tuchan das in der benachbarten Kuppel untergebrachte Teleskop auf das Sternbild Wasserschlange. Dort versuchten sie über zwei Stunden lang, den winzigen Himmelsabschnitt zu finden, in dem sie den Planetoiden "7167 Laupheim" vermuteten. Nur im Februar bewegt sich der Himmelskörper in einem Bereich, der für die Laupheimer Teleskope zu erfassen ist. Danach hätte es erst in anderthalb Jahren wieder eine Chance gegeben, den himmlischen Namensvetter abzulichten. Genau am 21. Februar stand der Planetoid zudem in erdnaher und damit besonders günstiger Position.
Als Lang und Tuchan das gesuchte Sternenmuster im Teleskop entdeckt hatten, nahmen sie 50 Belichtungen mit einer digitalen CCD-Kamera auf. Dann war wieder Geduldsarbeit angesagt. Kleinplaneten sind nämlich zunächst gar nicht als solche zu erkennen, da sie von der Erde aus, ebenso wie schwache Sterne, nur als kleine Lichtpünktchen erscheinen. "Sie verraten sich jedoch durch ihre Bewegung auf ihrer Bahn um die Sonne", erklärt Lang. Es galt also unter den vielen, gerade noch erkennbaren Lichtpünktchen eines zu finden, das sich von Bild zu Bild ein Stückchen weiterbewegt hatte. "Tatsächlich gab es bereits auf den ersten Aufnahmen einen verdächtigen Kandidaten", schildert Tuchan. Damit war die Detektivarbeit noch nicht beendet. Erst mit einer zweiten Fotoreihe in derselben Nacht hatte man rund 100 Belichtungen und damit genügend Material, um die Bahndaten exakt überprüfen zu können. Nach einigen Tagen stand fest: das wandernde Lichtpünktchen auf den Bildern folgt exakt den Bahndaten, die das "Minor Planet Center" in Cambridge für den Planetoiden "7167 Laupheim" berechnet hatte!
Bereits vor zwei Jahren hatten die Laupheimer Astronomen in nächtelanger Arbeit vergeblich versucht, "ihren" Kleinplaneten zu fotografieren, damals noch mit Mitteln der chemischen Fotografie. "Wir sind zu dieser Zeit stets haarscharf unter der Lichtmenge geblieben, die nötig gewesen wäre, um 7167 Laupheim zu erfassen", berichtet Lang. Zwar ist der Planetoid im Jahr 1985 von den bekannten Astronomen Gene und Carolyn Shoemaker auch mittels chemischer Filmplatten entdeckt worden, sie arbeiteten allerdings mit einem Teleskop auf dem Mount Palomar, das einen Spiegeldurchmesser von einem Meter aufweist. "Wir haben die Daten hingegen mit einem Linsenteleskop mit nur 20 Zentimetern Durchmesser gewonnen", erläuterte Tuchan.



Thomas Freidank (tf)



Rafael Lang und Thomas Tuchan (links) gelang erstmals an der Volkssternwarte Laupheim ein Foto des Planetoiden 7167 Laupheim. Foto: Thomas Freidank
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Rafael Lang und Thomas Tuchan (links) gelang erstmals an der Volkssternwarte Laupheim ein Foto des Planetoiden "7167 Laupheim". Foto: Thomas Freidank


  Das Bild wurde aus rund 100 Einzelbelichtungen zusammengesetzt und zeigt die Bewegung des Kleinplaneten 7167 Laupheim in der Nacht vom 20. auf den 21. Februar zwischen 22 und 1 Uhr im Sternbild Wasserschlange.Foto: Rafael Lang/ Thomas Tuchan
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Das Bild wurde aus rund 100 Einzelbelichtungen zusammengesetzt und zeigt die Bewegung des Kleinplaneten "7167 Laupheim" in der Nacht vom 20. auf den 21. Februar zwischen 22 und 1 Uhr im Sternbild Wasserschlange.
Foto: Rafael Lang/ Thomas Tuchan


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Thomas Freidank
(Pressesprecher)

presse@planetarium- laupheim.de


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