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Wie verläuft eine Sonnenfinsternis?

Der Beobachter im Kernschatten des Mondes sieht zunächst, wie sich die Mondscheibe, von Westen kommend, vor die Sonne schiebt.
Wenn der Mond am äußersten rechten Rand die Sonne berührt, wird dies als erster Kontakt bezeichnet.
 
 

Im weiteren Verlauf wird die Sonne immer mehr vom Mond verfinstert. Im zweiten Kontakt bedeckt der Mond die Sonne vollständig - die Totalität beginnt.
 
 

Wenn der Mond nach wenigen Minuten die Sonne wieder freigibt, spricht man vom dritten Kontakt - die Totalität ist zu Ende.
 

Als vierter Kontakt wird die letzte Berührung von Sonne und Mond bezeichnet.

 


 

Was gibt es bei einer Sonnenfinsternis zu sehen?


 
Im Bereich der Stadt Ulm beträgt die Zeitspanne zwischen erstem und zweitem Kontakt 1 Stunde und 20 Minuten. Diese Zeit genügt, um die allmähliche Verfinsterung der Sonne in Ruhe zu beobachten oder zu fotografieren. Kurz vor der Totalität, bevor der Mond die Sonne vollständig bedeckt, kann man das Perlschnurphänomen beobachten.
Perlschnurphänomen
Perlschnurphänomen
Als Perlschnurphänomen wird das plötzliche Zerfallen des Sonnenrands in einzelne Lichtpunkte wenige Sekunden vor der Totalität bezeichnet.
Wegen der zerklüfteten Mondoberfläche, die man im Profil sieht, dringen letzte Sonnenstrahlen durch Mondtäler zur Erde. Diese erscheinen dem Beobachter wie Perlen auf einer Kette

Die letzte Sekunde vor der Totalität. Nur noch ein einzelner Lichtstrahl erreicht die Erde. Sonne und Mond erscheinen dadurch wie ein Diamantring. Dieser Effekt läßt sich am besten etwa 10 Kilometer südlich der Zentrallinie beobachten. 
Danach wird es dunkel!
Diamantring

 
totale Sonnenfinsternis mit Korona ( Fotomontage - (c) by Intercon Spacetec )
Doch nicht ganz! Plötzlich erstrahlt um die schwarze Scheibe des Neumondes ein leuchtender Strahlenkranz - die Korona.
Die Korona bildet die Atmosphäre der Sonne und damit ihre äußerste Hülle.
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