Volkssternwarte Laupheim e.V. Planetarium Laupheim Pressemitteilung Sternwarte bietet Vortrag und Beobachtung Komet als „Weihnachtsstern“ LAUPHEIM (tf) – Im Januar ist der Komet Machholz optimal zu beobachten. Die Volkssternwarte Laupheim zeigt den „Schweifstern“ bei ihren öffentlichen Beobachtungsabenden, bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr, und bietet am Freitag, 7. Januar, um 20.15 Uhr einen Vortrag zu diesem Kometen und seiner Geschichte. In diesem Jahr können Sternfreunde den Kometen Machholz, der die astronomische Bezeichnung „C/2004 Q2“ trägt, als „Weihnachtsstern“ genießen. Bis in den Februar hinein sollte er unter guten Bedingungen mit bloßem Auge erkennbar sein. „Zur Beobachtung ist ansonsten auch ein Feldstecher gut geeignet“, empfiehlt Henri Ullrich von der Laupheimer Sternwarte. Bei den Beobachtungsabenden der Sternwarte kann man den Kometen mit Teleskopen noch näher in Augenschein nehmen. Der Schweifstern wandert Ende Dezember nordwärts aus dem Sternbild Eridanus in den Stier und steigt dort rasch höher. Am 7. Januar bietet Machholz den reizvollsten Anblick seines Gastspiels: er steht nahe des bekannten offenen Sternhaufens „Plejaden“. An diesem Abend findet im Laupheimer Planetarium eine Sonderveranstaltung zu „Machholz“ statt. Henri Ullrich erläutert in einem Vortrag Hintergründe zu dem Kometen. Anschließend ist die Sternwarte für Fernrohrbeobachtungen geöffnet. Ab dem 11. Januar durchquert der kosmische Vagabund den Perseus und ist somit nahe des Zenit zu finden. Seine Helligkeit nimmt dann jedoch bereits wieder ab. Erst in 120.000 Jahren besucht Machholz wieder unsere Region des Sonnensystems.Pünktlich zum Dreikönigstag am 6. Januar steht der Komet Machholz in einer Distanz von rund 51 Millionen Kilometern der Erde am nächsten. „Dabei denkt man natürlich sofort an die Weihnachtsgeschichte“, sagt UIlrich. Auch wenn sich die meisten Astronomen einig sind, dass nicht ein Komet, sondern ein Zusammentreffen der Planeten Jupiter und Saturn die wahrscheinlichste Erklärung für den Weihnachtsstern des Matthäusevangeliums ist, wird dieser auf vielen künstlerischen Darstellungen als Komet abgebildet.Entdeckt wurde der Komet Machholz von dem kalifornischen Optiker und Amateurastronomen Donald Machholz. Der hatte zwischen 1978 und 1994 bereits neun Kometen entdeckt, bevor ihn für zehn Jahre das Entdeckerglück verließ. Am 27. August dieses Jahres war es jedoch so weit: er fand im Sternbild Eridanus seinen zehnten Kometen. "Kometen sind eigentlich nichts als Klumpen aus Staub und Eis, die aus den Tiefen des Weltalls kommen", erläutert Ullrich. Wenn sich diese "schmutzigen Schneebälle" aber der Sonne nähern, entwickeln sie sich zu prächtigen Himmelskörpern. Das Eis beginnt zu schmelzen und bildet eine riesige Gashülle mit dem charakteristischen Schweif. INFO: Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium im Parkweg 44. Kartenreservierungen für den Vortrag am 7. Januar unter Telefon 07392/91059. Die Beobachtungen in der Sternwarte können ohne Reservierung besucht werden. Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen. Thomas Freidank (tf) Bild 1 Die Bahn des Kometen Machholz bis Mitte Februar. Grafik: Thomas Tuchan, Volkssternwarte Laupheim1 Bild 2 Die Bahn des Kometen Machholz bis Mitte Februar. Grafik: Thomas Tuchan, Volkssternwarte Laupheim2 ****************************************************************** Autor: Thomas Freidank (tf) Ihr Partner: T. Freidank Datum: 01.01.2005 Telefon: 07392/91059 Medienkontakte: 07392/168028, 07392/91057 Fax: 07392/91058 Adresse: Parkweg 44, 88471 Laupheim E-Mail: presse@planetarium-laupheim.de