Volkssternwarte Laupheim e.V. Planetarium Laupheim Pressemitteilung Beobachtungsabende im März: Himmelswagen als Wegweiser LAUPHEIM (os/tf) – Hoch über unseren Köpfen steht der Große Wagen derzeit am Abendhimmel. Bei den Beobachtungsabenden der Laupheimer Sternwarte kann man sich im März zeigen lassen, wie die markante Formation als Wegweiser für das übrige Firmament dient. Außerdem zeigen die Astronomen mit Ihren Teleskopen Galaxien im Großen Wagen, die dem bloßen Auge verborgen bleiben. Der Große Wagen ist sicherlich das bekannteste Sternbild am nächtlichen Himmel.  Große Bedeutung hatte es schon immer bei allen seefahrenden Völkern der Nordhalbkugel. Da es niemals untergeht, kann es hervorragend zur Orientierung benutzt werden. Auch Landratten können sich in der Laupheimer Sternwarte zeigen lassen, wie man mit Hilfe des Himmelswagens beispielsweise den viel schwächer leuchtenden Polarstern finden kann. Den Weg zu den Frühlingssternbildern Bärenhüter und Jungfrau weist der Große Wagen ebenfalls. „So können sich auch Sternfreunde schnell am Himmel orientieren, die die Lage der Sternbilder noch nicht so gut kennen“, verspricht Henri Ullrich, Beobachtungsleiter der Sternwarte.Als offizielles Sternbild gibt es den „Großen Wagen“ eigentlich gar nicht: er ist nämlich nur ein Teil des Sternbilds „Großer Bär“. Genau genommen muss man von einer Bärin sprechen. Zumindest nach der klassischen Sage, die in verschiedenen Varianten überliefert ist, handelt es sich um die vormalige Jagdnymphe Kallisto, die von Zeus vergewaltigt wurde. Zu allem Überfluß wurde sie dann noch von Zeus' Gattin in eine Bärin verwandelt. Auch nordamerikanische Indianerstämme bringen die Sternformation in Zusammenhang mit einer Legende um einen Bären. Im alten Mexiko sahen die Einwohner in dem Sternbild hingegen einen einbeinigen Riesen. Aber auch der „Himmelswagen“ hat eine sehr alte Tradition. In Nordeuropa galt er als „Wotanswagen“.Mit dem Teleskop lassen sich im Sternbild „Großer Bär“ bei den Beobachtungsabenden der Sternwarte eine Vielzahl von Galaxien entdecken. Beeindruckend ist die „Welteninsel“ M 101. Weil wir genau senkrecht auf sie schauen sind ihre Spiralarme besonders schön zu sehen. INFO: Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium im Parkweg 44. Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen. Oliver Schmid / Thomas Freidank (os/tf) Bild 1 Das Sternbild "Großer Bär" auf einer Sternkarte von Johannes Hevelius aus dem Jahr 1690. Repro: Volkssternwarte Laupheim1 ****************************************************************** Autor: Oliver Schmid / Thomas Freidank (os/tf) Ihr Partner: T. Freidank Datum: 03.03.2005 Telefon: 07392/91059 Medienkontakte: 07392/168028, 07392/91057 Fax: 07392/91058 Adresse: Parkweg 44, 88471 Laupheim E-Mail: presse@planetarium-laupheim.de