Volkssternwarte Laupheim e.V. Planetarium Laupheim Pressemitteilung Sternwarte bietet wieder Beobachtungen: Leuchtender Schwan LAUPHEIM (tf) – Majestätisch scheint das Sternbild Schwan entlang der schimmernden Milchstraße zu fliegen. Im September steht es im Mittelpunkt der Beobachtungsabende in der Laupheimer Sternwarte, die ab Freitag, 15. September, wieder regelmäßig mittwochs und freitags ab 20 Uhr stattfinden. Der Schwan thront im September unübersehbar hoch über unseren Köpfen am Abendhimmel. Bei den Beobachtungsabenden in der Sternwarte wird erläutert, wie diese Sternformation zur Orientierung am Firmament dienen kann. Neben der auffälligen, kreuzähnlichen Figur fällt auch der besonders hell strahlende Hauptstern Deneb, der den Schwanz des Schwans markiert, ins Auge. Gemeinsam mit Wega in der benachbarten Leier und Atair im Adler, bildet diese Sonne das markante Sommerdreieck. Obwohl wir die drei Sterne in ähnlicher Helligkeit wahrnehmen, fällt Deneb tatsächlich völlig aus dem Rahmen. Während nämlich Wega und Atair 26 und 17 Lichtjahre von uns entfernt sind, beträgt der Abstand zu Deneb 1800 Lichtjahre! Aus dieser Entfernung könnte man Atair und Wega nur noch mit dem Teleskop erkennen. Deneb ist hingegen ein wahrer Gigant, der 70.000-fach heller strahlt als unsere Sonne und damit zu den kräftigsten Sternen überhaupt zählt.Weniger gigantisch, aber umso reizvoller präsentiert sich am Schnabel das andere Ende des Schwans. Im Teleskop entpuppt sich für die Sternwartenbesucher der dortige Stern „Albireo“ als Doppelsternsystem, das mit einem besonderen Farbspiel überrascht. Während der eine Partner des engen Sternenpaars in kräftigem Orange leuchtet, erscheint der andere in deutlichem Blau.Obwohl das Sternbild schon in früheren Kulturen Vorderasiens geläufig war, wird bei uns die Gestalt des Schwans üblicherweise, wie bei den meisten Sternbildern, aus der griechischen Mythologie abgeleitet. Darin verwandelte sich Zeus in das Federtier, um fremden Frauen nachzustellen - mit Erfolg. Auf wenig Gegenliebe stießen solche heidnischen Geschichten allerdings bei Julius Schiller. Er ließ in seinem christlichen Sternatlas im 17. Jahrhundert aus dem Schwan kurzerhand das „Kreuz des Nordens“ werden. Diese Interpretation ist bis heute noch weithin geläufig, während die anderen Sternbildschöpfungen Schillers längst im Kuriositätenkabinett der Geschichte verschwunden sind. INFO: Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind bei klarem Himmel mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium in der Milchstraße 1 (ehemals Parkweg 44). Nähere Informationen lassen sich im Internet unter „www.planetarium-laupheim.de“ abrufen. Thomas Freidank (tf) Bild 1 Das Sternbild Schwan auf einer Sternkarte des Danziger Astronomen Johannes Hevelius aus dem Jahr 1690. Grafik: Johannes Hevelius1 **************************************************************************** Autor: Thomas Freidank (tf) Ihr Partner: T. Freidank Datum: 11.09.2006 Telefon: 07392/91059 Medienkontakte: 07392/168028, 07392/91057 Fax: 07392/91058 Adresse: Milchstraße 1 (Ehemals Parkweg 44), 88471 Laupheim E-Mail: presse@planetarium-laupheim.de