Volkssternwarte Laupheim e.V. Planetarium Laupheim Pressemitteilung Öffentliche Beobachtungsabende Der Riese und seine Monde LAUPHEIM (tf) - Die Volkssternwarte Laupheim zeigt im März bei ihren öffentlichen Beobachtungsabenden den Riesenplaneten Jupiter, der in diesem Monat mit seinen 62 Monden in optimaler Beobachtungsposition steht. Die vier hellsten seiner Trabanten heißen zu Ehren des berühmten Astronomen Galileo Galilei "Galileische Monde" und können schon mit kleinen Feldstechern gesehen werden. Jupiter, der größte Planet unserer Sonne, ist ein gigantischer Himmelskörper. Seine Masse ist fast zweieinhalb mal so groß wie die aller acht anderen Planeten zusammengenommen. Dabei besteht er nicht aus schwerem Gestein und Eisen, sondern fast nur aus den leichten Gasen Wasserstoff und Helium. In dieser Gaskugel könnten allerdings mehr als 1300 Erdkugeln verschwinden. Jupiters Größe ist für irdische Beobachter ein Glück. Obwohl der Planet selbst in Erdnähe noch 626 Millionen Kilometer entfernt ist, kann man ihn mit Fernrohren gut beobachten. Der Blick durch das Teleskop der Laupheimer Sternwarte zeigt, dass Jupiter alles andere als ein träger Riese ist. Seine Wolken sind zu langen Bändern gezogen und an den Polen ist er deutlich abgeplattet. Dies rührt daher, dass sich der Planet mit geradezu schwindelerregender Eile um sich selbst dreht. Mit nur neun Stunden und 50 Minuten hat ausgerechnet der Größte im Sonnensystem den kürzesten Tag! Mit einem Fernrohr lassen sich auch viele Details in der Jupiteratmosphäre erkennen. Auffällig ist ein gigantischer Wirbelsturm, der seit Jahrhunderten tobt und im Teleskop als großer rötlicher Fleck erkennbar ist. Gut zu sehen sind auch "Europa", "Kallisto", "Ganymed" und "Io", die vier größten der insgesamt 62 Jupitermonde. Ganymed ist mit einem Durchmesser von 5300 Kilometer der größte Trabant des gesamten Sonnensystems. Unser Mond bringt es nur auf rund 3500 Kilometer. Einer der interessantesten Himmelskörper überhaupt ist "Europa". Wissenschaftler vermuten unter seiner dicken Eiskruste einen Ozean aus flüssigem Wasser. Die Oberflächen von "Europa", "Kallisto" und "Ganymed", sind Eiswüsten, während "Io" völlig aus dem Rahmen fällt. Statt einer Eislandschaft ist er mit Vulkanen übersät. Io wird durch die Nähe zu Jupiter von Gezeitenkräften aufgeheizt. Reizvoll ist es zu verfolgen, wie die Trabanten bei ihrem Tanz um Jupiter einmal rechts, dann wieder links vom Gasriesen zu sehen sind, hinter ihm verschwinden um später auf der anderen Seite wieder aufzutauchen, oder vor ihm vorüberziehen. Ein unendliches Wechselspiel. INFO: Die öffentlichen Beobachtungsabende der Laupheimer Sternwarte sind mittwochs und freitags ab 20 Uhr. Die Sternwarte befindet sich beim Planetarium im Parkweg 44. Nähere Informationen lassen sich im Internet unter "www.planetarium-laupheim.de" abrufen. Thomas Freidank (tf) Bild 1 Im März in Visier der Laupheimer Sternwarte: der Riesenplanet Jupiter und seine Monde. Fotomontage: NASA1 ****************************************************************** Autor: Thomas Freidank (tf) Ihr Partner: T. Freidank Datum: 08.03.2004 Telefon: 07392/91059 Medienkontakte: 07392/168028 Fax: 07392/91058 Adresse: Parkweg 44, 88471 Laupheim E-Mail: presse@planetarium-laupheim.de