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16.05.2019
Von: Sebastian Ruchti

 

Vor 50 Jahren

APOLLO 10 - in acht Tagen um den Mond

Mit Apollo 10 startete die NASA am 18. Mai 1969 die letzte "Trockenübung" für die erste bemannte Mondlandung. Dabei wurden alle erforderlichen Schritte außer die Landung selbst durchgeführt. Außerdem gab es bei Apollo 10 die ersten Live-Übertragungen von Farbfernsehsignalen aus dem Weltraum zurück zur Erde und somit die erste Möglichkeit, unsere Erde live aus dem All im Fernsehen zu sehen.


Das schildförmige Emblem der Apollo 10 Mission mit einer dreidimensionalen römischen Zehn, die auf dem Mond zu stehen scheint. Grafik: NASA

Rendezvous im Mondorbit: Apollo 10 Kommandomodul "Charlie Brown" gehen aus dem Fenster der Mondlandefähre "Snoopy" Foto: NASA

In der Fulldomeshow “Sieben Tage im Juli” zeigt das Planetarium Laupheim die Geschichte der ersten Mondlandung im Rahmen der Apollo 11 Mission vor 50 Jahren. Foto: Michael Bischof, Planetarium Laupheim

Nachdem an Weihnachten 1968 die Astronauten der Apollo 8 Mission erstmals zum Mondorbit und zurück geflogen waren und im März 1969 die Mission Apollo 9 erstmals die Mondlandefähre im Erdorbit getestet und Kopplungsmanöver durchgeführt hatten, brachen die Astronauten Thomas Stafford, John Young und Eugene Cernan am 18. Mai 1969, um 17:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit zur Generalprobe für die Mondlandung auf. Ziel der Mission: Der Test aller relevanten Systeme und Manöver, der Raumschiffe und speziell der Mondlandefähre im Schwerefeld des Mondes. Wie üblich war es den Astronauten vorbehalten, die Rufzeichen ihrer Raumschiffe festzulegen. Und so überwanden an der Spitze der Saturn V Rakete das Kommandomodul "Charlie Brown" und die Mondlandefähre "Snoopy" die irdische Schwerkraft.
Nach dem Verlassen des Erdorbits löste sich "Charlie Brown", wendete und dockte an "Snoopy" an, um 3 Tage später, am 21. Mai in eine Mondumlaufbahn einzuschwenken. Am 4. Tag begaben sich Stafford und Cernan in die Mondlandefähre, koppelten sich vom Kommandomodul ab und begannen den Abstieg. Sie näherten sich der Mondoberfläche bis auf 14 km. Dies ist zwar immer noch höher als ein Verkehrsflugzeug auf der Erde fliegt, jedoch trotzdem sehr sehr nah. Eine Landung war zum einen nicht das Ziel der Mission, wäre aber auch unmöglich gewesen, da es sich immer noch um einen Prototypen der Mondfähre handelte, der zu schwer für eine sichere Landung, beziehungsweise zum Verlassen der Mondoberfläche gewesen wäre.
Der Testflug dauerte über sechs Stunden, während derer zum einen die Kommunikations- und Antriebssysteme, das Radar und die Höhenkontrolle getestet wurden und zum anderen unzählige Photos der Mondoberfläche gemacht wurden, um hochauflösende Aufnahmen der geplanten Landezonen für die Apollo 11 Mission zu erhalten.
Schließlich ging "Snoopy" wieder auf Rendezvouskurs mit "Charlie Brown" und dockte erfolgreich an. Die Astronauten konnten nun den Rückweg zur Erde antreten und wasserten am 26. Mai im Pazifischen Ozean.
Damit schienen alle Voraussetzungen gegeben, dass gut acht Wochen später jene historische Mission starten konnte, die Präsident Kennedys Vision, noch vor dem Ende der 60er Jahre Menschen auf dem Mond landen zu lassen und sicher zur Erde zurückzubringen, Wirklichkeit werden lassen sollte.

Diesen "Sieben Tage(n) im Juli" widmet sich die aktuelle Produktion im Laupheimer Planetarium. Sie erzählt die Geschichte der Apollo 11 und ist eine Hommage an jenen bedeutenden Schritt der Raumfahrtgeschichte.
Eine Auswahl an historischen Aufnahmen sorgt dabei für die notwendige Authentizität, während kuppelfüllende Animationen die Möglichkeit geben, für die Mission entscheidende Schritte zu zeigen, von denen es keine Originalaufnahmen gibt. Den Besuchern des Planetariums wird somit die Möglichkeit eröffnet, die erste bemannte Mondlandung hautnah mitzuerleben.

INFO: Die Show „Sieben Tage im Juli” ist ein spannendes und kurzweiliges Erlebnis für die ganze Familie, sei es als Erinnerung an die Mondlandung oder als historischer 360-Grad-Rückblick jenes ersten medialen Großereignisses vor 50 Jahren. Karten können unter Telefon 07392 91059 oder im Internet unter www.planetarium-laupheim.de vorbestellt werden. Vorführtermine sind im Internet abrufbar und können zudem telefonisch erfragt werden.