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09.07.2018
Von: Rolf Stökler / Ulrike Ruchti

 

Anbauplanung Laupheimer Planetarium

Neue Räume für die Sternenkunde

Fünf interdisziplinäre Teams aus Masterstudenten der Fachrichtungen Architektur und Kommunikationsdesign der Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) haben sich ein Semester vertieft mit einem Ideenwettbewerb zum Anbau am Laupheimer Planetarium auseinandergesetzt. Nun wurden die Ergebnisse vorgestellt.


Während der Juryberatungen: (v.l.) Barbara Klause, Ulrike Ruchti, Thomas Echtle, Andreas Payer, Ingo Anker (beide Volkssternwarte), Rolf Stökler, Marion Kazek. Foto: HTWG

Während der Juryberatungen: (v.l.) Marion Kazek, Professor Eberhard Schlag, Michael Roosz (Volkssternwarte), Barbara Klause. Foto: Ulrike Ruchti, Volkssternwarte Laupheim e.V.

Das erste Gewinnerteam aus Claudia Hirsekorn, Carolin Krauss, Noemi Wessels, Dominik Volz, eingerahmt von den Vorstandsmitgliedern Ulrike Ruchti, Rolf Stökler (links) und Nikolai Prill (rechts) sowie Professor Eberhard Schlag (2.v.l.). Foto: Volkssternwarte Laupheim e.V.

Das zweite Gewinnerteam aus Yannic Harder, Elisabeth Kischlat, Franziska Lamparter, Lukas Lögler und Jannik Stiehle, eingerahmt von den Vorstandsmitgliedern Ulrike Ruchti, Rolf Stökler (links) und Nikolai Prill (rechts) sowie Professor Eberhard Schlag (2.v.l.). Foto: Volkssternwarte Laupheim e.V.

Neue Wege gehen - unter diesem Motto entwickelten rund 30 Studierende der HTWG Konstanz ein Semester lang Ideen zur Weiterentwicklung des Laupheimer Planetariums. Bei der abschließenden Präsentation am 5. Juli vor den Mitgliedern der Volkssternwarte und Vertretern der Stadt Laupheim überzeugten dabei durchweg alle Entwürfe durch ihr modernes Ausstellungskonzept sowie kreative Lösungen für die architektonische Weiterentwicklung des Planetariums.
Ausgelobt wurde der Ideenwettbewerb durch die Volkssternwarte Laupheim e.V., welche von den Ergebnissen mehr als begeistert ist. "Das Niveau und die Professionalität der Arbeiten waren außergewöhnlich hoch", so Ulrike Ruchti vom Vorstandsteam. "Auch wenn die Konzepte nicht eins zu eins umgesetzt werden, zeigen sie doch zahlreiche Ideen auf, um das Planetarium zu einem der didaktisch bedeutendsten Lernorte zu entwickeln und die Stadt Laupheim noch attraktiver und bekannter zu machen", ergänzt Rolf Stökler, ebenfalls vom Vorstand. Dabei betonen die Planetarier auch die Chance, junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern, was für eine wirtschaftlich starke Region von großer Bedeutung sei, so der Vorstand.
Als Jury berieten Marion Kazek, Thomas Echtle und Thomas Mayer von den Bauämtern sowie Barbara Klause von dem neu geschaffenen Amt für Wirtschaftsförderung als Vertreter der Stadt Laupheim, Ulrike Ruchi und Rolf Stökler von der Volkssternwarte Laupheim e.V. und Professor Eberhard Schlag (HTWG). Besonders zwei Projektarbeiten überzeugten die Jury. Dabei träfen in einem neu geschaffenen "Forum der Astronomie" die bereits bestehenden Räume der Sternwarte und des Planetariums auf eine moderne Ausstellung, Workshopräume und zeitgemäße Räumlichkeiten für Referenten. Außerdem soll der Anbau Möglichkeiten für Jugendliche bieten, eigene Forschungsprojekte zu verwirklichen. Eine Kooperation mit dem landesweiten Schülerforschungszentrum besteht bereits erfolgreich. "Wir glauben, durch den besonderen Flair des Gebäudes auch attraktiv für kulturelle Veranstaltungen oder Firmen zu werden", so der Laupheimer Vorstand.
Die Stadt Laupheim signalisierte durch die Genehmigung eines Planungsetats bereits großes Interesse an dem Vorhaben. Auch von weiteren Laupheimer Initiativen wie beispielsweise den Anstiftern wurde bereits signalisiert, dass das Vorhaben der Planetarier auch in der Laupheimer Bürgerschaft viel Zustimmung erfährt.

INFO: Im Planetarium stehen unterschiedliche Sternenshows auf dem Programm. Die Vorführungen sind werbungsfrei. Termine im Internet unter "www.planetarium-laupheim.de" und nach Vereinbarung. Karten können im Internet und unter der Nummer 07392/91059 telefonisch vorbestellt werden.