< APOLLO 10 - in acht Tagen um den Mond
03.07.2019
Von: Sebastian Ruchti

 

Wir feiern 50 Jahre Mondlandung

Mondsüchtig im Juli

sgr - Vor beinahe 50 Jahren betraten die ersten Menschen unseren Mond. Am 20. Juli 1969 setzte Neil Armstrong seinen Fuß auf die staubige Oberfläche und wagte mit einem „kleinen Schritt für einen Menschen, einen großen Sprung für die Menschheit”. Grund genug dieses Jubiläum mit zwei Themenabenden zum Thema Mond und einem Mondlandefest am 20. Juli zu feiern.


BILD 1: Der Apollo 11 Astronaut Edwin Aldrin neben der amerikanischen Flagge auf dem Mond am 21. Juli 1969. Foto: NASA

BILD 2: In der 360° Fulldomeproduktion “Sieben Tage im Juli” zeigt das Planetarium die Geschichte der ersten Mondlandung im Rahmen der Apollo 11 Mission vor 50 Jahren. Foto: Michael Bischof, Volkssternwarte Laupheim e. V.

BILD 3: Das NASA Logo zum 50-jährigen Jubiläum der Mondlandung zeigt: Der „nächste große Sprung” ist die bemannte Landung auf dem Mars. Grafik: NASA

en Auftakt unserer Mondveranstaltungen bildet am Mittwoch, den 17. Juli, ein Themenabend mit Prof. Dieter B. Hermann unter dem Titel "Mythos Mond - Von der Antike bis zur Gegenwart". Der Referent, der Astronom und Autor von einigen populärwissenschaftlichen Büchern ist, zeigt auf wie die Erforschung des Mondes unser Bild und unsere Vorstellung von unserem Trabanten über die Jahrhunderte hinweg verändert hat. Dabei geht er auf Mondmythen ebenso ein wie auf interessante Fakten rund um den Mond.
Am Samstag, den 20. Juli, also genau 50 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung, feiern wir rund ums Planetarium ein Mondlandefest, zu dem es am Nachmittag, von 14-18 Uhr, neben zahlreichen Sondervorführungen des Kinderprogramms "Captain Schnuppes Weltraumreise" ein Astronautentraining für Kinder, Kinderschminken und Sonnenbeobachtung gibt. Am Abend, von 18-23 Uhr läuft die 360° Fulldomeshow "Sieben Tage im Juli - die Geschichte der Apollo 11", während im Freigelände die BigBand Memmingen aufspielt. Für Bewirtung mit Waffeln und Würstchen ist gesorgt. Bei klarem Himmel ist zudem die Sternwarte ab 22 Uhr geöffnet.
Am Dienstag den 23. Juli beenden wir unsere Mondwoche mit dem Astronauten Dr. Gerhard Thiele, der unter dem Titel "Ein anderes Bild unserer Erde" von seiner Reise ins All berichten wird, und wie die einmalige Perspektive auf die Erde von außen auch sein Bild von unserem Planeten verändert hat.
Beide Vorträge bieten als Themenabende auch Gelegenheit zum Gespräch mit den Referenten und starten jeweils mit dem Planetariumsprogramm "Sieben Tage im Juli":
Wenn im Planetarium die Lichter ausgehen, finden sich die Zuschauer in einem Wohnzimmer der 60er-Jahre wieder. Neben Tütenlampen und Nierentischchen steht ein großer Fernsehkasten mit kleiner Bildröhre. Vielleicht wurde er extra für das bevorstehende Jahrhundertereignis angeschafft: den Start der über 100 Meter hohen Saturn V Rakete am 16. Juli 1969 und die erste Landung von Menschen auf dem Mond, nur wenige Tage später. „In unserer neuen Show ‘Sieben Tage im Juli’ werden wir die Geschichte der Apollo 11 aus zwei Perspektiven beleuchten", erklärt Rolf Stökler, der Autor der Show und Vorstand der Laupheimer Volkssternwarte. „Zum einen betrachten wir das historische Ereignis der Mondlandung aus heutiger Sicht und zum anderen versetzen wir unsere Besucher zurück in das Jahr 1969, um die Mondlandung quasi live mitzuerleben.” So taucht die Kamera im 60er-Jahre-Wohnzimmer in den Fernseher ein und entführt die Zuschauer nach Florida, zum Cape Kennedy. 50 Jahre in der Vergangenheit sehen die Zuschauer die Saturn V Rakete in den Himmel steigen: „6, 5, 4, 3, 2, 1, 0 ... All engines running. Liftoff! We have a liftoff ... 32 minutes past the hour, liftoff on Apollo 11”.
Während des Fluges zum Mond, der in der Planetariumskuppel dank computeranimierter Szenen heute viel eindrücklicher vermittelt werden kann als es damals im Fernsehen der Fall war, geht die Show auf den Hintergrund der weltpolitischen Lage und der Bürgerrechtsbewegung in den USA in den 50er und 60er-Jahren, aber auch die Menschen Michael Collins, Buzz Aldrin und Neil Armstrong ein. „Es war uns wichtig, in der Show die richtige Mischung aus computeranimierten Szenen und Originalaufnahmen zu finden”, sagt Michael Bischof, Produktionsleiter des Laupheimer Planetariums. „Die historischen Aufnahmen sorgen für die notwendige Authentizität, während uns die kuppelfüllenden Animationen die Möglichkeit geben, für die Mission entscheidende Schritte zu zeigen, von denen es keine Originalaufnahmen gibt.”
Stökler ergänzt: „Viele interessante Details der Mondlandung, zum Beispiel dass die Astronauten tatsächlich nur gut zweieinhalb Stunden auf dem Mond unterwegs waren, sind kaum allgemein bekannt. Daher haben wir besonderen Wert darauf gelegt, auch diese vermeintlichen Nebensächlichkeiten in der Show herauszuarbeiten.”
Letztlich zeigen die berühmtesten Bilder der Apollo-Missionen immer die Erde, denn die  Apollo-Astronauten waren bislang die einzigen Menschen, die die Erde jemals als Ganzes gesehen haben.
Während seit 1972 keine Menschen mehr auf dem Mond waren, scheint sich das Rennen zum Mond in den kommenden Jahren neu abzuzeichnen, nicht zuletzt auch wegen der immer vergleichbarer werdenden weltpolitischen Lage, aber auch aufgrund einer weiteren Kommerzialisierung der Raumfahrt.
Die Show „Sieben Tage im Juli” ist eine spannende und kurzweilige Gesamtproduktion für die ganze Familie, sei es als Erinnerung an die selbst miterlebte Mondlandung oder als historischer 360-Grad-Rückblick jenes ersten medialen Großereignisses vor 50 Jahren. Die Show ist auch außerhalb der oben genannten Mondwoche zu den regulären Vorführzeiten im Planetarium zu sehen. Gemäß dem NASA-Motto zum 50-jährigen Jubiläum der ersten Mondlandung „Next Giant Leap“ bieten wir ab sofort allen Besuchern unserer Mondlandungsshow „Sieben Tage im Juli“ die Möglichkeit, eine Gutscheinkarte für das Fulldome-Dokudrama „Mars 1001 - die ersten Menschen auf dem Roten Planeten“ zum ermäßigten Preis zu erwerben, um noch in diesem Jahr zum Mars zu fliegen.



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