Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026

In den Abendstunden des 12 August 2026 spielt sich kurz vor Sonnenuntergang das Schauspiel einer Sonnenfinsternis statt.
Doch die Tage um dem 30. April sind ideal, um sich darauf vorzubereiten. Wir geben Tipps zur Standortwahl und zur Beobachtung.
Was haben der 12. August und der 30. April gemeinsam? Was klingt wie eine Scherzfrage, hat bei genauerer Betrachtung durchaus einen himmelsmechanischen Hintergrund: An beiden Tagen geht die Sonne kurz nach halb Neun Uhr abends an der gleichen Stelle am Horizont, nämlich bei 294° Azimut im Nordwesten unter. „Damit ist der 30. April ideal, um sich einen Standort auszusuchen, von dem man freie Sicht zum Horizont hat“, sagt Werner Kiesle vom Laupheimer Planetarium. „Denn genau dort, wo am 30. April, die Sonne untergeht, wird am 12. August eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein“.
Neben der freien Sicht zum Westhorizont, die zum Beispiel von einer Anhöhe aus gegeben sein kann, ist es vor allem für Fotografen natürlich auch eine Überlegung wert, einen Standort zu finden, von dem aus sich die Sonnenfinsternis in Horizontnähe neben einem Gebäude, Wahrzeichen oder einer Landmarke ablichten lässt.
Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Neumond zwischen Erde und Sonne und der Schatten des Mondes überstreicht dabei einen gewissen Teil der Erde und verdeckt für die Beobachter die Sonne. In einem schmalen Streifen, der sich am 12. August von Sibirien über Grönland und Island bis nach Nordspanien und den iberischen Inseln zieht, wird die Sonne komplett bedeckt und es kommt zu einer totalen Sonnenfinsternis. In Deutschland liegt der Grad der Bedeckung bei 85 bis 90%, man spricht von einer partiellen Sonnenfinsternis.
Karten zur Sonnenfinsternis und genaue Zeiten und BEdeckungsangeben für jeden Ort gibt es auf Time & Date
Eine Karte der Totalitätszone finden Sie als Overlay auf OpenStreetmap unter https://eclipsefan.org/.
In Laupheim beginnt die Bedeckung der Sonne durch den Mond mit dem „ersten Kontakt“ um 19.23 Uhr. Um 20.16 Uhr sind schließlich knapp 90% der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. Und um 20.39 Uhr geht die nach wie vor teilweise verfinsterte Sonne dann im Westen unter. Um dann tatsächlich auch einen freien Blick zum Horizont zu haben, empfiehlt sich wie gesagt bereits am 30. April, nach einem geeigneten Standort zu suchen.
Wichtig bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis ist, dass man niemals ungeschützt in die Sonnen schauen sollte – nicht mit bloßem Auge und erst recht nicht mit einem Fernglas, einer Kamera oder anderen optischen Hilfsmitteln. Sonnenfinsternisbrillen zum Schutz der Augen bei der Beobachtung der Sonne sind unter anderem ab sofort aber nur bis Ende Juni während der Öffnungszeiten des Planetariums in unserem Astroshop erhältlich.